„Mein Weg - Mein Lebenstor“

            Seit meiner Kindheit liebe ich Märchen. Ihre Mythologie verzaubert mich und gibt mir unendlichen Raum für das intensive Gefühl, schöpferisch zu sein.
            Mit den Archetypen der Erzählungen verbindet mich noch heute die Erinnerung an meine Geschwister und unsere Spiele in der elterlichen Wohnung. Sie glich einem Schloss.         Die vielen hohen Räume mit großen Fenstern und einem Dornröschen-Garten darum, waren ein idealer Rahmen für mein großes spielerisches Vergnügen, die „Prinzessin“ zu sein. Und wenn ich sie nicht sein durfte, gab es keinen Grund für mich, länger mitzuspielen.
            Um meiner Fantasie Ausdruck zu geben, begann ich schon in früher Kinder- und Jugendzeit Frühstücksbrettchen zu bemalen. Mit Deckfarben aus einem Tuschkasten entstanden schillernde Paradiesvögel. Sie waren wunderbare Motive zum Träumen – blau-weiße Zwiebelmuster verfehlten ihren Zweck.
            Die Zeit des märchenhaften Spielens ging schnell vorbei und die berufliche Ausbildung brachte mich zur Zahntechnikerin. Die Verbindung vom künstlerischen zum technischen Ausdruck besteht in der Kreativität und in handwerklichen Fähigkeiten; beides ist mir gegeben worden. Der Spaß an dieser Arbeit ist geblieben, nur das Malen blieb auf der Strecke.  
     
       Zum Glück gab es Werner Lange, meinen Onkel, der im Eichsfeld lebt. Er hat als Heimatmaler mein Talent zum Malen für mich wieder entdeckt. Seit zehn Jahren schon fahre ich für eine Woche zu ihm. Er gibt mir Intensivmalkurse, beantwortet meine mich interessierenden Fragen fachmännisch und schult mich gründlich in bestimmten Techniken. So lernte ich mit Pastell-, Acryl- und Ölfarben zu malen, sowie Öl - und Rötelkreide für besonders schönen Lichtspielen zu benutzen.  Charakteristische Merkmale bei Spachtelarbeiten mit Blattmetall und Blattgold sind heute unter anderem Kennzeichen meiner Mondbilder.
            So wie jeder Künstler sein Vorbild hat verehre ich Max Ernst und Salvador Dali, die Hauptvertreter des Surrealismus. Aber auch Raffael oder Leonardo da Vinci inspirieren mich. Besonders da Vinci zeichnete mit der Feder den „Vollkommenen Menschen“. Von seinen Worten: „Zeichnen ist so wunderbar, da es nicht nur das Wirken der Natur beschreibt, sondern auch die Größe des dahinter verborgenen Geheimnisses.“, fühle ich mich verstanden.
            Wir leben in einer Leistungsgesellschaft und es hat den Anschein, dass nur noch wenige  Zeit haben, die verborgenen Geheimnisse für sich zu erkunden und auch zu erkennen. Nach meinem Geheimnis habe ich gesucht und zuerst die Antwort in meinem Geburtsradix gefunden. Interessante Bausteine meines Lebens sind dort verankert und auch die Wurzeln meiner Kreativität und die Liebe zum Mond. In dieser übersinnlichen Stimmung war ich fest entschlossen, meinen Freund, den Mond, käuflich zu erwerben. Beeindruckende Fotografien hätte ich gegebenenfalls erwerben können, doch gemalte Mondbilder gab es nicht.
            Mein Entschluss stand fest, ich malte das erste Mondbild. Von der Idee beseelt, meine Geheimnisse mit den Geheimnissen des Lebens zu verbinden, in reinen, klaren Farben darzustellen und zum Leuchten zu bringen. Der Mond ist das Weibliche und die Intuition in mir und hat mich zur Autodidaktin werden lassen, die ihre fertigen Bilder vor dem geistigen Auge sieht und über ihr Herz und den Pinsel auf die Leinwand oder verschiedene andere Untergrundmaterialien bringt.
            Eine magische Energie durchflutet mich beim Malen. Diese Kraft strahlen meine Mondbilder aus. Das Blattmetall und die Spachteltechnik geben ihnen Tiefe und das geheimnisvolle Leuchten. Die Landschaften verwandeln sich in eine märchenhafte Welt und laden den Betrachter nicht nur zum Staunen sondern auch zum Träumen ein. Lassen Sie sich von der magischen Kraft der Mondbilder verzaubern. 
 Kunst ist Magie! – Mit dem Mond leben! -  Simone Wieske Kunst & Mondmalerin


   

  Lebenstor

Eine Mauer hoch in mir muss man überwinden.
Mond mein Freund, du hast mir durch deine Magie
meine Lebenstür geöffnet.
Durchgehen musste ich alleine und habe einen langen weiten Weg vor mir.

Simone Wieske

 

Mein Weg

Mein Weg, wo will ich hin? Mein Weg, ist das mein Lebensweg?

Hinab gefallen in ein großes schwarzes Loch!

Mein Weg, die Abkürzung oder die lange Lebensstraße?

Mein Weg, hinaufsteigen aus der Finsternis,

meine Seele und Körper befreien.

Mond strahle hell vom Nachthimmel zu mir herunter

und zeige mir den richtigen Weg!

 

Simone Wieske


 

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